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Abschlussarbeiten

Ausschreibung Abschlussarbeiten SoSe 2026

Voraussetzungen und Prozess für die Anfertigung von Abschlussarbeiten

Wir freuen uns, Studierende bei der Anfertigung ihrer Bachelor- und Masterarbeiten zu betreuen. Bei uns können Sie grundsätzlich zu Themen mit Forschungs- und Praxisbezug schreiben. Ob sich die Themen für Bachelor- und/oder Masterarbeiten eignen, entnehmen Sie bitte dem Zusatz in Klammern je Thema.

Auch im Sommersemester 2026 werden wir wieder Plätze zur Bearbeitung von Abschlussarbeiten anbieten. Die Vergabe der Abschlussarbeitsplätze wird koordiniert über alle Lehrstühle der Betriebswirtschaftslehre organisiert. Sie können im zentralen Anmeldeverfahren Ihre Präferenz für bestimmte Lehrstühle angeben, jedoch können keine Themenpräferenzen berücksichtigt werden. Ihre Bewerbung erfolgt über den folgenden Link (https://www.bachelorbwl.hhu.de/zentrale-anmeldung-abschlussarbeiten) samt Angabe Ihrer Lehrstuhlprioritäten. Eine Bewerbung ist bis zum 15.02.2026 (23:59 Uhr) möglich.

Bitte beachten Sie:

  • Eine Anmeldung ist ab Anfang Januar bis zum 15. Februar möglich.
  • Auf der oben verlinkten Seite ist eine Anmeldung sowohl für Bachelor- als auch für Masterarbeiten für Studierende aller Studiengänge unserer Fakultät möglich, wenn Sie Ihre Abschlussarbeit bei uns oder einem anderen betriebswirtschaftlichen Lehrstuhl schreiben möchten.

 Mögliche Themenvorschläge an unserem Lehrstuhl samt Kurzbeschreibung finden Sie untenstehend. Die Themen können sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch (unabhängig von der Sprache der Ausschreibung) bearbeitet werden. Es besteht die Möglichkeit, einen eigenen Themenvorschlag einzubringen, nehmen Sie dazu bitte im Vorfeld Ihrer Bewerbung per Mail Kontakt mit uns auf (abschlussarbeiten(at)hhu.de). Leider können wir nicht garantieren, dass Sie einen Platz an unserem Lehrstuhl mit Ihrem Wunschthema erhalten, werden dies aber versuchen zu berücksichtigen. Sollten Sie eine Arbeit in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen schreiben wollen, bitten wir Sie, vorab Kontakt per Mail mit uns aufzunehmen.

 Die Platzvergabe und Mitteilung Ihres Themas erfolgt in den Folgewochen nach der Bewerbungsfrist. Mit einem Kick-off zu Beginn des Semesters erfahren Sie mehr zu Ihrem Thema und die Bearbeitung beginnt. Im Folgenden konkretisieren Sie Ihr Thema gemeinsam mit Ihrem Betreuer und erstellen ein Exposé zur Arbeit. Nach Diskussion dieses Exposés mit Ihrem Betreuer erfolgt die offizielle Anmeldung und es beginnt der Bearbeitungszeitraum. Weitere Details zum Prozess der Bearbeitung von Abschlussarbeiten entnehmen Sie bitte unserem Leitfaden.

Forschungsorientierte Themen

Forschungsorientierte Themen

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht unserer möglichen Themen mit Forschungsbezug samt Kurzbeschreibung. Unsere Themen kombinieren in der Regel Literaturarbeit mit einem empirischen Teil (u.a. Case Study, Arbeit mit Sekundärdaten, Experten-Interviews, quantitative Befragungen). Eine Ausnahme bilden explizit als reine Literaturarbeit ausgewiesene Themen).

Bitte beachten Sie, dass keine Themenpräferenzen bei der Bewerbung auf einen Abschlussarbeitsplatz an unserem Lehrstuhl angegeben werden können. Die Themen werden nach der Platzvergabe zugeteilt.

Themenübersicht

Innovation ist der Schlüssel zu Fortschritt und zur Weiterentwicklung unserer Gesellschaft. Unternehmen spielen hierbei eine zentrale Rolle, indem sie ständig neue, bahnbrechende Produkte auf den Markt bringen, Prozesse optimieren und kosteneffizient gestalten sowie revolutionäre Geschäftsmodelle entwickeln. Viele unserer Alltagsprodukte – wie Autos, Computer und Smartphones – wären ohne die Innovationskraft dieser Unternehmen heute unvorstellbar.

Doch wie treffen Unternehmen Innovationsentscheidungen? 

In der Literatur wird häufig die Resource-based view und die verwandte Resource management Perspektive herangezogen, um zu erklären, warum Unternehmen innovieren. 

Ziel dieser Masterarbeit ist es, mithilfe einer systematischen Literaturrecherche die Faktoren zu identifizieren, die maßgeblich an der Innovationsentscheidung eines Unternehmens beteiligt sind. Darüber hinaus sollen diese Faktoren durch Interviews mit Führungskräften deutscher Unternehmen überprüft werden. Dabei soll ein tieferes Verständnis für den Zusammenhang zwischen dem Innovationsfokus von Unternehmen und den Entscheidungsprozessen von Führungskräften gewonnen werden.

Der genaue Umfang der Recherche sowie die Gestaltung der Interviews werden in einem gemeinsamen Startgespräch individuell abgestimmt.

The personality of business angel investors plays a central role in their decision-making process and significantly influences which start-ups they support and how they deal with risks. This topic is highly relevant from both a practical and an academic perspective: from a practical perspective, founders can use a better understanding of the personality traits of business angels to better target their approach and negotiation strategies. From an academic perspective, the topic offers the opportunity to expand existing theories on personality, decision-making and risk-taking in the context of early-stage financing.

The aim of this thesis is to analyze the personality traits of business angel investors and examine their influence on investment decisions. Key personality traits such as willingness to take risks, openness, decisiveness and empathy are to be identified and evaluated in terms of their practical effects.

The topic can be dealt with using both literature-based and empirical methods. A literature-based study could be based on psychological and business studies on personality and investment behavior. An empirical study could be conducted through interviews, surveys or psychometric tests with business angels. 

This work thus offers the opportunity to gain practical insights for founders and investors and at the same time contribute to research in the field of business angel decision making and entrepreneurial finance.

Cultural background plays an important role in shaping the attitudes, values, and decision-making behavior of business angel investors. Differences in national and regional cultures can influence how business angels perceive risk, evaluate entrepreneurial teams, structure investments, and engage with founders after the investment. Understanding these cultural differences is highly relevant from both a practical and an academic perspective: from a practical perspective, entrepreneurs seeking funding can adapt their communication and negotiation strategies when approaching business angels from different cultural backgrounds. From an academic perspective, this topic contributes to entrepreneurial finance research by integrating cultural theories with investment decision-making processes.

The aim of this thesis is to analyze how cultural factors influence business angel investment behavior and decision-making. Key cultural dimensions such as individualism versus collectivism, uncertainty avoidance, power distance, and long-term orientation are to be examined in relation to investment criteria, risk tolerance, and post-investment involvement.

The topic can be addressed using both literature-based and empirical approaches. A literature-based study could draw on cultural frameworks and existing research on business angel investing. An empirical study could involve interviews or surveys with business angels from different cultural or national backgrounds, or a comparative analysis of investment practices across countries or regions.

This thesis offers the opportunity to generate valuable insights for entrepreneurs and investors operating in international contexts, while also advancing academic understanding of the role of culture in early-stage financing and business angel decision-making.

Der Erfolg junger Unternehmen hängt maßgeblich davon ab, wie glaubwürdig sie gegenüber Investoren auftreten. Besonders in der frühen Gründungsphase, in der operative Kennzahlen oft noch nicht vorliegen, ist die wahrgenommene Legitimität entscheidend, um Kapital einzuwerben. Investoren müssen Vertrauen entwickeln, nicht nur in das Geschäftsmodell, sondern auch in das Team, die Vision und die langfristige Tragfähigkeit des Unternehmens.

Ziel der Arbeit ist es, zu untersuchen, wie Startups Legitimität gegenüber Investoren aufbauen. Dabei können sowohl theoretische Strategien (z. B. Signaling, Storytelling, Referenzen) als auch konkrete Umsetzungsbeispiele analysiert werden. Untersucht werden kann auch, ob verschiedene Investoren (Business Angels, VCs, Corporate VCs) unterschiedliche Erwartungen haben. 

Die Arbeit kann als systematische Literaturanalyse erfolgen, alternativ oder ergänzend bietet sich eine qualitative empirische Untersuchung z. B. in Form von Experteninterviews an.

Frühe Investitionsentscheidungen in junge Unternehmen sind durch ein hohes Maß an Unsicherheit geprägt. Besonders in frühen Phasen fehlen häufig belastbare Markt- und Performancedaten, sodass Investoren ihre Bewertungen nicht allein auf objektive Kennzahlen stützen können. Stattdessen rückt zunehmend die Frage in den Vordergrund, ob das Produkt eines Early-Stage Startups als „bereit“ wahrgenommen wird – also ob es den Eindruck vermittelt, technologisch ausgereift, funktional überzeugend und grundsätzlich marktfähig zu sein.

Ziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, wie Investoren die Readiness von Produkten in Early-Stage Ventures wahrnehmen und bewerten und welche produktbezogenen Merkmale zu dieser Wahrnehmung beitragen. Im Fokus stehen dabei Signale, über die Startups Hinweise auf den Entwicklungsgrad, die technologische Substanz und das zukünftige Anwendungspotenzial ihres Produkts kommunizieren und so versuchen, Unsicherheit zu reduzieren. 

Die Arbeit kann als systematische Literaturanalyse angelegt werden. Alternativ oder ergänzend ist eine empirische Untersuchung möglich, beispielsweise in Form experimenteller Vignettenstudien, standardisierter Befragungen oder qualitativer Interviews mit Investoren. 

Ob ein Produkt als innovativ wahrgenommen wird, entscheidet oft über dessen Markterfolg. Dabei ist nicht allein die objektive Neuheit ausschlaggebend, sondern vielmehr die subjektive Wahrnehmung durch Konsumenten. Produkte, die als innovativ gelten, können als wertvoller, moderner oder glaubwürdiger wahrgenommen werden – mit direkten Auswirkungen auf Kaufverhalten und Markenbindung. Doch was genau lässt ein Produkt in den Augen der Konsumenten innovativ erscheinen und was nicht?

Ziel dieser Masterarbeit ist es, zu untersuchen, welche Merkmale von Produkten oder deren Darstellung die Wahrnehmung von Innovation beeinflussen und wie sich diese Wahrnehmung wiederum auf Konsumentscheidungen auswirkt. Im Fokus stehen dabei Faktoren wie Produktdesign, Nutzenargumentation oder Kontextinformationen, die Erwartungen und Bewertungen der Konsumenten prägen können.

Die Arbeit basiert auf einer empirischen Untersuchung und bietet damit die Möglichkeit, konkrete Einflussfaktoren auf die Innovationswahrnehmung systematisch zu erfassen und kritisch zu analysieren.

Warum werden vergleichbare CEO-Abberufungen in der Öffentlichkeit so unterschiedlich wahrgenommen? Während der eine Abgang als Skandal inszeniert wird, erscheint der andere als strategischer Neuanfang – häufig geprägt durch mediale Narrative.

Diese Arbeit untersucht, wie CEO-Wechsel in den Medien dargestellt werden und welchen Einfluss diese Darstellungen auf die Legitimation und Akzeptanz von Abberufungen haben. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Wahrnehmung des Führungswechsels, sondern auch das entstehende Bild von der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens – etwa im Hinblick auf seine strategische Ausrichtung, erwartete Performance und die Reaktionen wichtiger Stakeholder. Eine systematische Literaturrecherche bildet die Grundlage der Arbeit. Idealerweise werden die gewonnenen Erkenntnisse durch eine empirische Analyse von Medienberichten ergänzt. Abschließend werden Implikationen für Forschung und Praxis abgeleitet.

The appointment of a new CEO can mark a turning point in a company’s strategic direction. In 2022, Elon Musk took over Twitter and immediately implemented sweeping changes – including mass layoffs, relaxed content moderation, and even a complete rebranding to “X.” The company’s strategic direction changed almost overnight, illustrating how a CEO transition can trigger radical disruption.

This thesis examines how CEO succession impacts organizational strategy. The goal is to identify patterns of strategic renewal linked to successor profiles and the context of leadership transitions.

A systematic literature review will serve as the foundation to understand and critically reflect on existing research. This theoretical insight may be complemented by an empirical analysis. The thesis will conclude with practical implications and recommendations for future research.

When firms face severe performance decline, boards often resort to CEO dismissal as a signal of decisive action and a catalyst for turnaround. Replacing the CEO is one of the most visible governance responses to crisis, yet empirical evidence on whether and when such dismissals actually contribute to successful recovery remains mixed. This thesis examines CEO dismissal as a strategic turnaround mechanism in periods of organizational distress. The focus lies on understanding under which conditions CEO removal supports recovery, and when it merely serves as symbolic blame allocation. Key aspects include, for example, the severity and type of crisis, firm-specific characteristics, governance structures, and the timing of leadership change, as well as the distinction between internal successors, external hires, and interim CEOs, and how these choices shape post-dismissal outcomes.

A systematic literature review forms the basis for critically evaluating existing research, with the option to complement theoretical insights with an empirical component. The thesis concludes by discussing implications for the strategic use of CEO dismissal and suggesting directions for future academic research.

The Influence of Ventures’ Top Management Teams on Venture Funding Success (Bachelor) In the dynamic world of startups and entrepreneurship, access to external funding is a decisive factor for venture creation, growth, and long-term survival. Beyond the quality of the business idea or market opportunity, investors place strong emphasis on the top management team (TMT) when evaluating early-stage ventures. The composition, experience, and capabilities of the founding and management team play a central role in reducing uncertainty and signaling a venture’s potential, making the TMT a critical factor in funding success. 

The aim of this bachelor thesis is to conduct a systematic literature review to examine how characteristics of the top management team influence venture funding success. The study will synthesize existing research on TMT-related factors such as human capital, prior entrepreneurial and industry experience, team diversity, cohesion, and role distribution, and analyze how these attributes affect investors’ funding decisions. Furthermore, the study will consider the perspectives of key stakeholders involved in the funding process, particularly investors, and examine how information about the top management team is assessed and interpreted under conditions of uncertainty. By identifying consistent findings, conflicting results, and gaps within the existing literature, the thesis aims to provide a structured overview of the current state of research on TMTs and venture funding outcomes. 

Overall, this work contributes to the academic discussion on entrepreneurial finance and teambased entrepreneurship by clarifying the role of the top management team in venture funding success. At the same time, it offers practical insights for founders seeking external financing, as well as for investors and support organizations aiming to better evaluate team-related signals in funding decisions.

In recent years, CEOs have increasingly engaged in sociopolitical activism by publicly expressing positions on social, environmental, and political issues. This phenomenon has attracted significant attention from stakeholders such as investors, employees, consumers, and policymakers, as CEO statements can influence corporate reputation, stakeholder trust, and firm performance. Depending on the degree level, the thesis seeks either to provide an integrative overview of existing research and potential gaps (Bachelor level) or to contribute to the empirical understanding of CEO sociopolitical activism (Master level).

Künstliche Intelligenz (AI) wird als strategische Schlüsseltechnologie betrachtet, mit der Unternehmen ihre Innovationsaktivitäten, Wertschöpfung und Wettbewerbsdifferenzierung ausbauen. Dabei beschränkt sich der Einsatz von AI nicht nur auf die Anwendung zur internen Effizienzsteigerung, sondern umfasst insbesondere auch innovationsbezogene Anwendungen, die das Leistungsangebot, Geschäftsmodelle, Kundeninteraktionen sowie die Positionierung von Unternehmen im Wettbewerb prägen.

Vor diesem Hintergrund adressiert die Arbeit die zentrale Frage, ob unternehmerische AI-Aktivitäten als substanzielle Quelle wirtschaftlichen Erfolgs oder als Ausdruck eines technologiegetriebenen Hypes zu interpretieren sind.

Ziel der Arbeit ist es, systematisch zu analysieren, ob eine höhere AI-Intensität von Unternehmen mit einer verbesserten Unternehmensperformance verbunden ist. Damit leistet die Arbeit einen Beitrag zur aktuellen Diskussion über die ökonomische Relevanz von AI als Innovationstechnologie auf Unternehmensebene.

Die Arbeit kann entweder als systematische Literaturanalyse angelegt werden oder alternativ als empirische Untersuchung, in der die AI-Intensität von Unternehmen (z.B. anhand unternehmensbezogener Textanalysen) erfasst und der Zusammenhang mit verschiedenen Performance-Indikatoren empirisch untersucht wird.

In recent years, the role of Chief Financial Officers (CFOs) has expanded beyond traditional responsibilities such as financial reporting, budgeting, and capital allocation. As members of the top management team, CFOs increasingly influence strategic decision-making processes that extend into non-financial domains, including long-term value creation, sustainability, and corporate social responsibility. This development raises the question of how financial leadership shapes outcomes that go beyond purely financial metrics.

This thesis aims to provide a comprehensive literature review on the evolving role of CFOs in influencing non-financial corporate outcomes. Specifically, it examines (1) the changing responsibilities, strategic positioning, and sources of power of CFOs within the top management team, (2) the main theoretical perspectives used to analyze CFO influence – such as Upper Echelons Theory, Agency Theory, Resource Allocation Theory, and Stakeholder Theory – and (3) empirical evidence on the relationship between CFO characteristics, incentives, and power on non-financial outcomes, including environmental performance, ESG practices, innovation, and stakeholder relations.

The thesis concludes by identifying key gaps in the existing literature and discussing practical implications for firms seeking to better align financial leadership with broader organizational and societal objectives. This topic is particularly suitable for students interested in corporate governance, leadership, sustainability, and the strategic role of finance in organizations.

Gründungsaktivität variiert stark zwischen Ländern, was unter anderem auf kulturelle Unterschiede zurückgeführt wird. Nationale Kultur prägt in starkem Maße den unternehmerischen Geist eines Landes – in Gesellschaften, die unternehmerisches Handeln kulturell fördern, entstehen tendenziell mehr Neugründungen. Aus diesem Grund betrachtet die Wissenschaft Kultur inzwischen als wichtige informelle Institution, die wirtschaftliches Verhalten und Einstellungen von Gründer*innen beeinflusst.

Ziel der Arbeit ist es, den Zusammenhang zwischen kulturellen Werten und Gründungsverhalten im internationalen Vergleich theoretisch fundiert aufzuarbeiten. Dabei können sowohl etablierte Kulturtheorien (z. B. die Kulturdimensionen nach Hofstede) als auch alternative Perspektiven betrachtet werden, um Wirkungszusammenhänge systematisch herauszuarbeiten. Zudem sollen Forschungslücken identifiziert werden, indem neue Hypothesen formuliert oder innovative methodische Zugänge für künftige Untersuchungen vorgeschlagen werden.

Die Arbeit kann als systematische Literaturanalyse erfolgen. In Absprache ist auch ein empirischer Teil möglich.

Die Entwicklung junger Unternehmen ist durch wiederholte Phasen organisatorischer Anpassung gekennzeichnet. Ein zentraler Übergangspunkt ist dabei der Schritt von frühen, informellen Strukturen hin zu stärkerem Wachstum und Skalierung. Während frühes Wachstum als Zeichen von Ambition gilt, kann verfrühtes Skalieren auch Ressourcen binden und somit Risiken erhöhen. 

Ziel einer Arbeit kann sein, zu untersuchen, wie frühe organisatorische Wachstumsindikatoren, etwa Headcount-Entwicklung oder Intensität von Job Postings (ggf. in Kernfunktionen vs. Supportfunktionen), Hierarchieebenen, … mit späteren Outcomes wie Folgefinanzierung, Wachstum oder Überleben zusammenhängen. Eine Fokussierung auf eine bestimmte Industrie, Region, oder Größenordnung ist möglich.

Methodisch bietet sich eine quantitative Analyse von Sekundärdaten an. Wachstums- und Organisationssignale können z.B. aus öffentlich verfügbaren Quellen (z.B. LinkedIn, Crunchbase, Job-Postings, Funding-Daten) über Zeit erfasst werden.

Die Innovationsfähigkeit von Unternehmen gilt als zentraler Erfolgsfaktor in dynamischen Märkten. Gleichzeitig zeigt sich in der Praxis, dass Unternehmen mit ähnlichen Ressourcen sehr unterschiedliche Innovationsstrategien verfolgen. Ein möglicher Erklärungsansatz liegt in der Person der Unternehmensleitung: Individuelle Erfahrungen und biografische Prägungen können beeinflussen, welche Informationen Führungskräfte wahrnehmen, wie sie Unsicherheit interpretieren und welche strategischen Prioritäten sie setzen.

Die Upper Echelons Theorie bietet einen etablierten Rahmen, um zu erklären, warum Top-Manager mit unterschiedlichen Hintergründen zu unterschiedlichen Innovationsentscheidungen gelangen: Biografische Erfahrungen prägen Wahrnehmungsfilter, Interpretationsmuster und bevorzugte Entscheidungslogiken. Imprinting-Theorie ergänzt diese Perspektive, indem sie davon ausgeht, dass bestimmte Erfahrungen in prägenden Phasen langfristig stabile Denk- und Handlungsroutinen erzeugen, die später auch in neuen organisationalen Kontexten fortwirken.

Ziel der Arbeit ist es, zu untersuchen, wie solche Prägungen und Hintergrundmerkmale der Unternehmensleitung die Ausrichtung und Intensität von Innovationsaktivitäten beeinflussen und welche Mechanismen diesen Zusammenhang vermitteln. Die Arbeit kann empirisch umgesetzt werden, indem Managementprofile mit Innovationskennzahlen verknüpft werden; alternativ ist eine konzeptionelle Literaturarbeit möglich, die ein theoretisches Modell mit klaren Hypothesen entwickelt. 

Krisenzeiten wie die COVID-19-Pandemie stellen Organisationen vor vielfältige Herausforderungen – nicht nur finanzieller oder strategischer Art, sondern auch in Bezug auf ihre kulturellen Grundlagen. Unternehmenskultur fungiert dabei als „soziales Betriebssystem“, das Wahrnehmungen, Entscheidungen und Verhaltensweisen prägt. Doch wie genau beeinflussen geteilte Werte, Normen und Überzeugungen die Art und Weise, wie Organisationen auf Krisen reagieren, sich anpassen oder daraus lernen? 

Ziel dieser Arbeit ist es, theoretisch zu beleuchten, welche kulturellen Faktoren die Krisenbewältigung und den organisatorischen Wandel in welcher Art und Weise fördern oder behindern. Dabei kann untersucht werden, welche theoretischen Perspektiven besonders geeignet sind, um den Zusammenhang zwischen Kultur und Krisenverhalten zu erklären. 

Die Arbeit erfolgt in Form einer systematischen Literaturanalyse. Sie soll bestehende Forschung integrieren, zentrale Konzepte vergleichen und theoretische Mechanismen identifizieren, über die Kultur in Krisensituationen wirkt (wie z. B. durch Vertrauen, Kommunikation, Lernorientierung oder Entscheidungslogiken).

Die Internationalisierungsstrategie der National Football League (NFL) hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen, insbesondere im Hinblick auf die Expansion in den europäischen Markt. Dieses Thema ist sowohl aus praktischer als auch aus wissenschaftlicher Perspektive relevant: Praktisch betrachtet steht die NFL vor der Herausforderung, eine Sportart mit starkem kulturellen Bezug in einem Markt zu etablieren, der von anderen Sportarten wie Fußball dominiert wird. Wissenschaftlich bietet das Thema die Möglichkeit, bestehende Theorien der Internationalisierung und des Managements kritisch zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

Das Ziel dieser Abschlussarbeit ist es, die Strategien und Maßnahmen der NFL zur Erschließung internationaler Märkte zu analysieren und deren Effektivität kritisch zu bewerten. Dabei sollen sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen dieser Internationalisierungsbemühungen beleuchtet werden. 

Die Bearbeitung des Themas kann sowohl auf Literaturbasis als auch empirisch erfolgen. Eine literaturbasierte Arbeit könnte sich auf bestehende Studien und theoretische Ansätze zur Internationalisierung und zum Management stützen. Eine empirische Untersuchung könnte beispielsweise durch Interviews mit Experten, Analysen von Kampagnen oder Befragungen von (europäischen) Fans und Verantwortlichen erfolgen. Die Arbeit bietet somit die Möglichkeit, praxisrelevante Erkenntnisse zu gewinnen und gleichzeitig einen Beitrag zur Forschung im Bereich der Sportökonomie und des internationalen Managements zu leisten.

Unternehmenskultur gilt seit Langem als ein zentraler, aber schwer greifbarer Erfolgsfaktor von Unternehmen. Werte, Normen und gemeinsame Überzeugungen beeinflussen das Verhalten von Mitarbeitenden, Führungsstile, Entscheidungsprozesse sowie den Umgang mit Veränderungen. 

In der Praxis wird Corporate Culture häufig als Quelle nachhaltiger Wettbewerbsvorteile betrachtet, etwa im Hinblick auf Motivation, Innovationsfähigkeit oder Mitarbeiterbindung. Gleichzeitig gibt es aber auch konträre Meinungen - die Forschung zeigt ein heterogenes Bild hinsichtlich der Frage, wie und unter welchen Bedingungen Unternehmenskultur tatsächlich zur Unternehmensperformance beiträgt.

Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, den Einfluss von Corporate Culture auf die Unternehmensperformance systematisch auf Basis der bestehenden wissenschaftlichen Literatur zu untersuchen. Dabei sollen zentrale Kulturkonzepte (z. B. starke vs. schwache Kulturen, wertebasierte Ansätze, ...) sowie unterschiedliche Performance-Dimensionen (z.B. finanzielle Performance, Innovationsleistung, Produktivität oder Mitarbeiterzufriedenheit) herausgearbeitet und miteinander in Beziehung gesetzt werden.

Die Arbeit umfasst eine systematische Literaturanalyse inkl. relevanter empirischer und theoretischer Studien aus den Bereichen Management, Organisation und Wirtschaftspsychologie. Ziel ist es, bestehende Forschungsergebnisse einzuordnen, Gemeinsamkeiten und Widersprüche herauszuarbeiten und mögliche Wirkmechanismen zwischen Unternehmenskultur und Performance kritisch zu diskutieren.

CEOs werden zunehmend als „Gesichter“ von Unternehmen inszeniert – insbesondere in Annual Reports und Shareholder-Kommunikation, die zugleich Informationsinstrument und Reputationsartefakt sind. Forschung zu Narzissmus und Impression Management argumentiert, dass narzisstische Tendenzen nicht nur sprachlich, sondern auch visuell sichtbar werden können: durch Prominenzsignale, Selbstdarstellungsintensität und die zentrale Platzierung der Person. Solche visuellen Signale sind für Stakeholder leicht wahrnehmbar und könnten Erwartungen an Führungsstil, Selbstüberschätzung oder „glory seeking“-Orientierung prägen – mit möglichen Implikationen für strategische Entscheidungen im Unternehmen.

Ziel der Arbeit ist es zu untersuchen, ob visuelle Selbstdarstellungs- bzw. Narzissmus-Proxys auf CEO-Ebene (z. B. Prominenz, Platzierung oder Umfang visueller CEO-Präsenz in Unternehmenskommunikation) mit Risikoverhalten bzw. strategischer Entscheidungsorientierung des Unternehmens zusammenhängen. Denkbar sind dabei unterschiedliche Risikomaße und strategische Ergebnisgrößen, je nach theoretischem Fokus und Datenzugang.

Die Arbeit kann auf einer Literaturanalyse zu CEO Narcissism (Proxy-Ansätze), Upper Echelons und Impression Management aufbauen. Empirisch lässt sich das Thema flexibel umsetzen, etwa durch die systematische Erfassung visueller Merkmale in Unternehmenskommunikation und die Analyse ihrer Zusammenhänge mit Unternehmenskennzahlen oder Ereignissen.

CEO-Nachfolgen stellen kritische Wendepunkte für Unternehmen dar, insbesondere wenn Führungspositionen mit firmenfremden Managern besetzt werden. Externe CEOs schaffen häufig neue unternehmerische Impulse und fördern strategische Neuausrichtungen. Zugleich birgt der Mangel an firmenspezifischem Wissen das Risiko von Fehlentscheidungen und Vernachlässigung wichtiger Geschäftsgrundlagen. Vor diesem Hintergrund ist es hochrelevant zu verstehen, unter welchen Bedingungen externe CEO-Nachfolgen erfolgreich verlaufen.

Ziel der Arbeit ist es, zu untersuchen, welche Faktoren eine erfolgreiche Übergabe der CEO-Position an unternehmensfremde Manager begünstigen. Hierbei können unternehmens-spezifische Faktoren (z.B. Eigentümerstruktur, Wachstum, Financial Distress) oder externe Kontexte (z.B. Rezessionen, Branchendynamik) genauer analysiert werden. Untersucht werden kann auch, ob bestimmte Maßnahmen zur Sicherstellung einer erfolgreichen Übergabe an firmenfremde Manager beitragen können (z.B. CEO Shadowing, strukturiertes Onboarding).

Die Arbeit kann als systematische Literaturanalyse erfolgen. Alternativ oder ergänzend bietet sich eine empirische Untersuchung an, z. B. mit einer quantitativen Analyse vergangener CEO-Nachfolgen börsennotierter Unternehmen.

In zunehmend dynamischen, digitalisierten und wettbewerbsintensiven Märkten stehen Unternehmen vor der Herausforderung, nicht nur ihre Produkte oder Prozesse zu innovieren, sondern auch ihre Geschäftsmodelle grundlegend weiterzuentwickeln. Business Model Innovation (BMI) beschreibt die gezielte Veränderung der Wertschöpfungslogik eines Unternehmens – etwa durch neue Wertangebote, Erlösmodelle, Partnerstrukturen oder Kundeninteraktionen – und gilt als zentrale Quelle nachhaltiger Wettbewerbsvorteile. Zahlreiche Praxisbeispiele zeigen, dass erfolgreiche BMI Unternehmen dabei helfen kann, sich von Wettbewerbern zu differenzieren, neue Märkte zu erschließen und auf disruptive Veränderungen zu reagieren.

Trotz ihrer hohen praktischen Relevanz stellt BMI ein vergleichsweise junges und fragmentiertes Forschungsfeld dar. Insbesondere der Zusammenhang zwischen Business Model Innovation und der Unternehmensperformance wird in der Literatur uneinheitlich diskutiert: Während einige Studien positive Effekte auf finanzielle und nicht-finanzielle Performance zeigen, weisen andere auf Risiken, Kosten oder kontextspezifische Wirkungen hin. Die bisherigen Befunde unterscheiden sich zudem hinsichtlich der betrachteten BMI-Formen, Messansätze für Performance sowie der zugrunde liegenden Unternehmens- und Umweltkontexte.

Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, auf Basis einer systematischen Literaturübersicht den aktuellen Forschungsstand zum Zusammenhang zwischen Business Model Innovation und Firm Performance zu strukturieren und zusammenzufassen. Die Arbeit untersucht, welche Effekte von BMI auf die Unternehmensperformance empirisch gefunden wurden, unter welchen Bedingungen BMI leistungssteigernd oder -mindernd wirkt und welche Konfigurationen und Moderatoren (z. B. Umweltunsicherheit, Unternehmensgröße, Branchenkontext, Innovationsgrad oder komplementäre Fähigkeiten) diesen Zusammenhang beeinflussen. Darüber hinaus sollen bestehende Forschungslücken identifiziert und zentrale Avenues for Future Research herausgearbeitet werden, insbesondere im Hinblick auf bislang wenig untersuchte Kontexte, inkonsistente Ergebnisse oder methodische Herausforderungen.

Die Arbeit leistet keinen eigenen empirischen Beitrag, sondern ist ausdrücklich als Literaturübersichtsarbeit konzipiert und damit für den Umfang und Anspruch einer Bachelorarbeit geeignet. Sie bietet eine strukturierte Grundlage für das Verständnis eines zentralen, aber noch nicht abschließend erforschten Themas an der Schnittstelle von Innovations- und Strategieforschung und liefert sowohl für die akademische Forschung als auch für die Managementpraxis eine systematische Einordnung des aktuellen Wissensstands. Die Arbeit sollte auf Englisch verfasst werden.

Die Skalierung von Start-ups ist ein zentraler Erfolgsfaktor für deren langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Marktetablierung. Unter Skalierung wird dabei das schnelle und nachhaltige Wachstum eines Unternehmens verstanden, das sich typischerweise in steigenden Umsätzen, einer wachsenden Kundenbasis sowie einer zunehmenden Anzahl von Mitarbeitenden widerspiegelt. In den vergangenen Jahren hat insbesondere die fortschreitende Digitalisierung die Rahmenbedingungen für unternehmerisches Wachstum grundlegend verändert. Digitale Technologien, Plattformen und datenbasierte Geschäftsmodelle ermöglichen es Start-ups, Prozesse zu automatisieren, neue Märkte zu erschließen und Skaleneffekte schneller zu realisieren als in traditionellen Geschäftsmodellen. Dennoch gelingt es nicht allen jungen Unternehmen, diese Potenziale erfolgreich zu nutzen.

Die Frage, wie und unter welchen Bedingungen Digitalisierung die Skalierung von Start-ups fördert, ist Gegenstand zunehmender wissenschaftlicher Aufmerksamkeit. Während digitale Technologien zweifelsohne positive Effekte auf Wachstum und Effizienz haben können, gehen sie auch mit neuen Herausforderungen einher, etwa steigende Komplexität oder höhere Koordinationsanforderungen. Ziel dieser Arbeit ist es, im Rahmen einer strukturierten Literaturrecherche den Einfluss der Digitalisierung auf die Skalierung von Start-ups systematisch zu untersuchen. Dabei soll der aktuelle Forschungsstand zu digitalen Wachstumstreibern zusammengefasst und analysiert werden. Auf Basis der bestehenden Literatur sollen zentrale Wirkungsmechanismen der Digitalisierung auf das Unternehmenswachstum herausgearbeitet sowie bestehende Forschungslücken identifiziert und kritisch diskutiert werden. Die Arbeit leistet damit einen Beitrag zum besseren Verständnis der Rolle der Digitalisierung im Skalierungsprozess junger Unternehmen und bietet zugleich Ansatzpunkte für zukünftige Forschung und praktische Implikationen.


Richtlinien für Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten

Die Richtlinien zur Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten, welche bei der Anfertigung von Projekt- und Abschlussarbeiten an unserem Lehrstuhl einzuhalten sind, finden Sie hier.

Weitere grundsätzliche Informationen und hilfreiche Tipps zum Schreiben einer Projekt- oder Abschlussarbeit in den Wirtschaftswissenschaften finden Sie in den Broschüren vom ZBW.

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