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Abschlussarbeiten

Ausschreibung Abschlussarbeiten WiSe 2026/2027

Voraussetzungen und Prozess für die Anfertigung von Abschlussarbeiten

Wir freuen uns, Studierende bei der Anfertigung ihrer Bachelor- und Masterarbeiten zu betreuen. Bei uns können Sie grundsätzlich zu Themen mit Forschungs- und Praxisbezug schreiben. Ob sich die Themen für Bachelor- und/oder Masterarbeiten eignen, entnehmen Sie bitte dem Zusatz in Klammern je Thema.

Auch im Wintersemester 2026/2027 werden wir wieder Plätze zur Bearbeitung von Abschlussarbeiten anbieten. Die Vergabe der Abschlussarbeitsplätze wird koordiniert über alle Lehrstühle der Betriebswirtschaftslehre organisiert. Sie können im zentralen Anmeldeverfahren Ihre Präferenz für bestimmte Lehrstühle angeben, jedoch können keine Themenpräferenzen berücksichtigt werden. Ihre Bewerbung erfolgt über den folgenden Link (https://www.bachelorbwl.hhu.de/zentrale-anmeldung-abschlussarbeiten) samt Angabe Ihrer Lehrstuhlprioritäten. Eine Bewerbung ist bis zum 15.08.2026 (23:59 Uhr) möglich.

Bitte beachten Sie:

  • Eine Anmeldung ist ab Anfang Juli bis zum 15. August möglich.
  • Auf der oben verlinkten Seite ist eine Anmeldung sowohl für Bachelor- als auch für Masterarbeiten für Studierende aller Studiengänge unserer Fakultät möglich, wenn Sie Ihre Abschlussarbeit bei uns oder einem anderen betriebswirtschaftlichen Lehrstuhl schreiben möchten.

 Mögliche Themenvorschläge an unserem Lehrstuhl samt Kurzbeschreibung finden Sie untenstehend. Die Themen können sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch (unabhängig von der Sprache der Ausschreibung) bearbeitet werden. Es besteht die Möglichkeit, einen eigenen Themenvorschlag einzubringen, nehmen Sie dazu bitte im Vorfeld Ihrer Bewerbung per Mail Kontakt mit uns auf (abschlussarbeiten(at)hhu.de). Leider können wir nicht garantieren, dass Sie einen Platz an unserem Lehrstuhl mit Ihrem Wunschthema erhalten, werden dies aber versuchen zu berücksichtigen. Sollten Sie eine Arbeit in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen schreiben wollen, bitten wir Sie, vorab Kontakt per Mail mit uns aufzunehmen.

 Die Platzvergabe und Mitteilung Ihres Themas erfolgt in den Folgewochen nach der Bewerbungsfrist. Mit einem Kick-off zu Beginn des Semesters erfahren Sie mehr zu Ihrem Thema und die Bearbeitung beginnt. Im Folgenden konkretisieren Sie Ihr Thema gemeinsam mit Ihrem Betreuer und erstellen ein Exposé zur Arbeit. Nach Diskussion dieses Exposés mit Ihrem Betreuer erfolgt die offizielle Anmeldung und es beginnt der Bearbeitungszeitraum. Weitere Details zum Prozess der Bearbeitung von Abschlussarbeiten entnehmen Sie bitte unserem Leitfaden.

 

 

Forschungsorientierte Themen

Forschungsorientierte Themen

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht unserer möglichen Themen mit Forschungsbezug samt Kurzbeschreibung. Unsere Themen kombinieren in der Regel Literaturarbeit mit einem empirischen Teil (u.a. Case Study, Arbeit mit Sekundärdaten, Experten-Interviews, quantitative Befragungen). Eine Ausnahme bilden explizit als reine Literaturarbeit ausgewiesene Themen).

Bitte beachten Sie, dass keine Themenpräferenzen bei der Bewerbung auf einen Abschlussarbeitsplatz an unserem Lehrstuhl angegeben werden können. Die Themen werden nach der Platzvergabe zugeteilt.

Themenübersicht

In einem dynamischen Wettbewerbsumfeld sind Marketingfähigkeiten eine zentrale Ressource für den Erfolg junger Unternehmen. Insbesondere New Ventures müssen mit begrenzten Ressourcen innovative Wege finden, um Kunden zu gewinnen, Marktchancen zu identifizieren und nachhaltiges Wachstum zu erzielen. Entrepreneurial Marketing bietet hierfür einen Ansatz, der unternehmerische Denkweisen mit marktorientierten Aktivitäten verbindet.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Rolle von Marketing Capabilities im Kontext von Entrepreneurial Marketing systematisch zu untersuchen. Dabei soll analysiert werden, welche spezifischen Fähigkeiten und Kompetenzen in der Literatur als erfolgsrelevant für New Ventures identifiziert werden und wie diese die Unternehmensperformance beeinflussen. Darüber hinaus sollen bestehende theoretische Ansätze kritisch bewertet und Forschungslücken aufgezeigt werden.

Diese Arbeit kann als systematische Literaturanalyse durchgeführt werden, indem einschlägige wissenschaftliche Artikel analysiert werden. Es bietet sich zusätzlich die Möglichkeit an, einen empirischen Teil zu integrieren. Dies könnte z.B. durch Interviews mit Experten aus dem Bereich des Entrepreneurial Marketing ergänzt werden, um praktische Einblicke zu gewinnen und die theoretischen Erkenntnisse zu validieren.

Der Erfolg junger Unternehmen hängt maßgeblich davon ab, wie glaubwürdig sie gegenüber Investoren auftreten. Besonders in der frühen Gründungsphase, in der operative Kennzahlen oft noch nicht vorliegen, ist die wahrgenommene Legitimität entscheidend, um Kapital einzuwerben. Investoren müssen Vertrauen entwickeln, nicht nur in das Geschäftsmodell, sondern auch in das Team, die Vision und die langfristige Tragfähigkeit des Unternehmens.

Ziel der Arbeit ist es, zu untersuchen, wie Startups Legitimität gegenüber Investoren aufbauen. Dabei können sowohl theoretische Strategien (z. B. Signaling, Storytelling, Referenzen) als auch konkrete Umsetzungsbeispiele analysiert werden. Untersucht werden kann auch, ob verschiedene Investoren (Business Angels, VCs, Corporate VCs) unterschiedliche Erwartungen haben. 

Die Arbeit kann als systematische Literaturanalyse erfolgen, alternativ oder ergänzend bietet sich eine qualitative empirische Untersuchung z. B. in Form von Experteninterviews an.

Ob ein Produkt als innovativ wahrgenommen wird, entscheidet oft über dessen Markterfolg. Dabei ist nicht allein die objektive Neuheit ausschlaggebend, sondern vielmehr die subjektive Wahrnehmung durch Konsumenten. Produkte, die als innovativ gelten, können als wertvoller, moderner oder glaubwürdiger wahrgenommen werden – mit direkten Auswirkungen auf Kaufverhalten und Markenbindung. Doch was genau lässt ein Produkt in den Augen der Konsumenten innovativ erscheinen und was nicht?

Ziel dieser Masterarbeit ist es, zu untersuchen, welche Merkmale von Produkten oder deren Darstellung die Wahrnehmung von Innovation beeinflussen und wie sich diese Wahrnehmung wiederum auf Konsumentscheidungen auswirkt. Im Fokus stehen dabei Faktoren wie Produktdesign, Nutzenargumentation oder Kontextinformationen, die Erwartungen und Bewertungen der Konsumenten prägen können.

Die Arbeit basiert auf einer empirischen Untersuchung und bietet damit die Möglichkeit, konkrete Einflussfaktoren auf die Innovationswahrnehmung systematisch zu erfassen und kritisch zu analysieren.

Warum werden vergleichbare CEO-Abberufungen in der Öffentlichkeit so unterschiedlich wahrgenommen? Während der eine Abgang als Skandal inszeniert wird, erscheint der andere als strategischer Neuanfang – häufig geprägt durch mediale Narrative.

Diese Arbeit untersucht, wie CEO-Wechsel in den Medien dargestellt werden und welchen Einfluss diese Darstellungen auf die Legitimation und Akzeptanz von Abberufungen haben. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Wahrnehmung des Führungswechsels, sondern auch das entstehende Bild von der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens – etwa im Hinblick auf seine strategische Ausrichtung, erwartete Performance und die Reaktionen wichtiger Stakeholder. Eine systematische Literaturrecherche bildet die Grundlage der Arbeit. Idealerweise werden die gewonnenen Erkenntnisse durch eine empirische Analyse von Medienberichten ergänzt. Abschließend werden Implikationen für Forschung und Praxis abgeleitet.

Innovation is essential for long-term competitiveness, yet firms differ substantially in their ability and willingness to invest in new technologies, products, and business models. While innovation is often associated with R&D departments or entrepreneurial initiatives, key decisions are shaped by corporate governance actors such as boards, executives, and shareholders.

This thesis examines how different governance actors influence corporate innovation. The focus lies on understanding who affects innovation, through which mechanisms this influence occurs, and under which conditions governance supports or constrains innovative activity. Key aspects may include board composition, board independence and diversity, CEO and top management characteristics, ownership structures, and shareholder time horizons.

A systematic literature review forms the basis for critically evaluating existing research on corporate governance and innovation. The thesis may be complemented by an empirical analysis and concludes by discussing implications for corporate governance practice and future research.

When firms face severe performance decline, boards often resort to CEO dismissal as a signal of decisive action and a catalyst for turnaround. Replacing the CEO is one of the most visible governance responses to crisis, yet empirical evidence on whether and when such dismissals actually contribute to successful recovery remains mixed. This thesis examines CEO dismissal as a strategic turnaround mechanism in periods of organizational distress. The focus lies on understanding under which conditions CEO removal supports recovery, and when it merely serves as symbolic blame allocation. Key aspects include, for example, the severity and type of crisis, firm-specific characteristics, governance structures, and the timing of leadership change, as well as the distinction between internal successors, external hires, and interim CEOs, and how these choices shape post-dismissal outcomes.

A systematic literature review forms the basis for critically evaluating existing research, with the option to complement theoretical insights with an empirical component. The thesis concludes by discussing implications for the strategic use of CEO dismissal and suggesting directions for future academic research.

Große Unternehmen sind regelmäßig mit externen Schocks konfrontiert – von der Finanzkrise 2008 über die COVID-19-Pandemie bis hin zu geopolitischen Verwerfungen. Während manche Konzerne solche Krisen kaum überstehen, gelingt es anderen, ihren Kursverlust zu minimieren und sich schnell zu erholen. Was unterscheidet resiliente von nicht-resilienten Großunternehmen?

Ziel der Arbeit ist es, die organisationalen Antezedenzien von Krisenresilienz in großen Unternehmen systematisch zu erfassen und zu strukturieren. Im Fokus stehen dabei Faktoren wie Unternehmenskultur, Kapitalstruktur und organisationale Fähigkeiten, die Firmen widerstandsfähiger gegenüber externen Schocks machen. Dabei kann auch untersucht werden, welche theoretischen Perspektiven – z.B. der Resource-Based View oder Dynamic Capabilities – zur Erklärung von Resilienz herangezogen werden und wie diese miteinander in Beziehung stehen.

Die Arbeit erfolgt als systematische Literaturanalyse und bietet damit die Möglichkeit, den aktuellen Forschungsstand zu Krisenresilienz in Großkonzernen kritisch zu strukturieren, zentrale Einflussfaktoren zu identifizieren und Ansatzpunkte für zukünftige Forschung aufzuzeigen.

In recent years, CEOs have increasingly engaged in sociopolitical activism by publicly expressing positions on social, environmental, and political issues. This phenomenon has attracted significant attention from stakeholders such as investors, employees, consumers, and policymakers, as CEO statements can influence corporate reputation, stakeholder trust, and firm performance. Depending on the degree level, the thesis seeks either to provide an integrative overview of existing research and potential gaps (Bachelor level) or to contribute to the empirical understanding of CEO sociopolitical activism (Master level).

The thesis will use a systematic literature review and potentially complemented by empirical research (e.g., using expert interviews).

Künstliche Intelligenz (AI) wird als strategische Schlüsseltechnologie betrachtet, mit der Unternehmen ihre Innovationsaktivitäten, Wertschöpfung und Wettbewerbsdifferenzierung ausbauen. Der Einsatz von AI beschränkt sich dabei nicht allein auf interne Effizienzsteigerungen, sondern umfasst auch innovationsbezogene Anwendungen, die Leistungsangebote, Geschäftsmodelle, Kundeninteraktionen und die wettbewerbliche Positionierung von Unternehmen prägen.

Vor diesem Hintergrund adressiert die Arbeit die zentrale Frage, ob unternehmerische AI-Innovationsaktivitäten als substanzielle Quelle wirtschaftlichen Erfolgs zu interpretieren sind.

Ziel der Arbeit ist es, systematisch zu analysieren, ob eine höhere AI-Innovationsintensität von Unternehmen mit einer verbesserten Unternehmensperformance verbunden ist. Damit leistet die Arbeit einen Beitrag zur aktuellen Diskussion über die ökonomische Relevanz von AI als Innovationstechnologie auf Unternehmensebene.

Die Arbeit kann entweder als systematische Literaturanalyse angelegt werden oder alternativ als empirische Untersuchung, in der die AI-Intensität von Unternehmen (z.B. anhand unternehmensbezogener Textanalysen) erfasst und der Zusammenhang mit verschiedenen Performance-Indikatoren empirisch untersucht wird.

M&A-Transaktionen zählen zu den folgenreichsten strategischen Entscheidungen eines Unternehmens – und gehören gleichzeitig zu den am häufigsten scheiternden. Die Upper-Echelons-Forschung zeigt, dass narzisstische CEOs signifikant häufiger und aggressiver akquirieren, oft getrieben von Geltungsbedürfnis, Risikofreude und Selbstüberschätzung. Weniger verstanden ist jedoch, welche Rolle andere Mitglieder des Top Management Teams – etwa CFOs, die Transaktionen strukturieren, oder COOs, die Integration verantworten – in diesem Prozess spielen und ob ihre narzisstischen Persönlichkeitszüge die M&A-Aktivität und den Transaktionserfolg ebenfalls beeinflussen.

Ziel der Arbeit ist es, den Forschungsstand zu Narzissmus und M&A systematisch aufzuarbeiten, die zentralen empirischen Befunde und theoretischen Erklärungsansätze zu strukturieren und kritisch zu bewerten. Aufbauend auf dieser Synthese soll die Arbeit theoretisch fundierte Überlegungen entwickeln, wie die bisherigen Erkenntnisse auf Non-CEO Executives übertragbar sind und welche rollenspezifischen Unterschiede dabei zu erwarten wären.

Die Arbeit erfolgt als systematische Literaturanalyse. Die Eigenleistung liegt in der kritischen Bewertung der Befundlage sowie in der theoretischen Ableitung von Implikationen für bislang vernachlässigte Führungsrollen und zukünftige Forschung.

Overconfidence beschreibt die Tendenz von Managern, die eigenen Fähigkeiten sowie die Erfolgsaussichten strategischer Entscheidungen zu überschätzen, und hat in der Upper-Echelons-Forschung substanzielle Aufmerksamkeit erhalten. Eine wachsende empirische Literatur zeigt, dass overconfidente Führungskräfte systematisch anders entscheiden als ihre Pendants, mit weitreichenden Konsequenzen für verschiedene Firm-Level Outcomes. Besonders gut untersucht sind dabei Investitionsverhalten, Akquisitionsstrategie und Risk-Taking; zunehmend rücken aber auch innovationsbezogene Outcomes in den Fokus, etwa der Zusammenhang zwischen Overconfidence und R&D-Investitionen oder Patentaktivität. Die bisherige Forschung konzentriert sich dabei vorwiegend auf CEOs, während Executives, die primär für technologie- und innovationsbezogene Entscheidungen verantwortlich sind, wie etwa Chief Technology Officers (CTOs), bislang kaum betrachtet wurden. 

Ziel einer Arbeit kann sein, den bestehenden Forschungsstand zu Executive Overconfidence aus einer Upper-Echelons-Perspektive systematisch aufzuarbeiten und einzuordnen. Im Fokus kann stehen, wie Overconfidence in der Literatur konzeptualisiert und von verwandten Konstrukten wie Hubris, Optimism und Narcissism abgegrenzt wird, welche Messansätze (z.B. options-basiert, press-basiert, survey-basiert) eingesetzt werden und welche Stärken und Schwächen diese aufweisen, sowie über welche theoretischen Mechanismen Overconfidence mit verschiedenen Firm-Level Outcomes wie Investitionen, M&A, Risk-Taking oder Innovation verknüpft wird. Aufbauend auf dieser Synthese kann die Arbeit ableiten, welche Implikationen die bestehenden Erkenntnisse für die Erforschung von Overconfidence in technologischen Führungsrollen haben und wo zentrale Forschungslücken bestehen. 

Der Fokus der Arbeit liegt auf einer konzeptionellen und systematischen Aufarbeitung der bestehenden Literatur, einschließlich einer breiten Bestandsaufnahme zu Konzeptualisierung, Messung und empirischen Befunden. Ergänzend kann die Arbeit bestehende Lücken in der Forschung aufzeigen, etwa hinsichtlich innovationsbezogener Outcomes oder der bislang kaum betrachteten Rolle von Non-CEO-Executives wie CTOs, und daraus Anknüpfungspunkte für zukünftige Forschung ableiten.

Corporate Venture Capital (CVC) – also Beteiligungen etablierter Unternehmen an Startups – hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Während die Literatur CVC primär als Instrument der Technologiebeobachtung und Innovationsförderung beschreibt, zeigt die Praxis ein deutlich vielfältigeres Bild: So investiert etwa Nvidia gezielt in KI-Startups, die als potenzielle Abnehmer der eigenen Chips in Frage kommen – ein Motiv, das möglicherweise weniger auf Technologiebeobachtung als auf die Sicherung zukünftiger Kundenbeziehungen abzielt.

Ziel der Arbeit ist es, zu untersuchen, welche strategischen und finanziellen Ziele Unternehmen mit ihren CVC-Investments verfolgen. Dabei soll insbesondere analysiert werden, wie CVC-Manager ihre Investitionsentscheidungen begründen, welche Kriterien bei der Auswahl von Startups eine Rolle spielen und wie sich die verfolgten Ziele zwischen verschiedenen Unternehmen oder Branchen unterscheiden. Darüber hinaus kann untersucht werden, wie sich die Ziele im Zeitverlauf oder über verschiedene Phasen eines CVC-Programms verändern.

Die Arbeit basiert auf einer qualitativen empirischen Untersuchung in Form von Experteninterviews mit CVC-Managern. Ergänzend kann eine theoretische Einordnung anhand etablierter Strategietheorien (z. B. Resource Dependence Theory, Organizational Learning) erfolgen, um die identifizierten Motive systematisch zu analysieren und in den bestehenden Forschungsstand einzuordnen.

Die Innovationsfähigkeit von Unternehmen gilt als zentraler Erfolgsfaktor in dynamischen Märkten. Gleichzeitig zeigt sich in der Praxis, dass Unternehmen mit ähnlichen Ressourcen sehr unterschiedliche Innovationsstrategien verfolgen. Ein möglicher Erklärungsansatz liegt in der Person der Unternehmensleitung: Individuelle Erfahrungen und biografische Prägungen können beeinflussen, welche Informationen Führungskräfte wahrnehmen, wie sie Unsicherheit interpretieren und welche strategischen Prioritäten sie setzen.

Die Upper Echelons Theorie bietet einen etablierten Rahmen, um zu erklären, warum Top-Manager mit unterschiedlichen Hintergründen zu unterschiedlichen Innovations-entscheidungen gelangen: Biografische Erfahrungen prägen Wahrnehmungsfilter, Interpretationsmuster und bevorzugte Entscheidungslogiken.

Ziel der Arbeit ist es, zu untersuchen, wie solche Prägungen und Hintergrundmerkmale der Unternehmensleitung die Ausrichtung und Intensität von Innovationsaktivitäten beeinflussen und welche Mechanismen diesen Zusammenhang vermitteln. Die Arbeit kann durch Literaturrecherche umgesetzt werden, die ein theoretisches Modell mit klaren Hypothesen entwickelt.

Mittelständische Unternehmen stehen zunehmend vor der Herausforderung der Eigentümernachfolge. Wenn familieninterne Lösungen ausscheiden, gewinnen externe Übernahmen durch unternehmensfremde Personen – sogenannte “Management Buy-Ins” – an Bedeutung. Dabei übernimmt ein externer Unternehmer nicht nur operative Verantwortung, sondern muss gleichzeitig Mitarbeiter, Kultur und Kundenbeziehungen eines gewachsenen Unternehmens integrieren. Welche Kompetenzen dabei über Erfolg oder Misserfolg der Übernahme entscheiden, ist bislang wenig systematisch untersucht.

Ziel dieser Arbeit ist es zu analysieren, welche unternehmerischen, sozialen und fachlichen Kompetenzen für eine erfolgreiche externe Nachfolge in eigentümergeführten mittelständischen Unternehmen entscheidend sind. Im Fokus steht dabei nicht nur die Stabilisierung nach der Übernahme, sondern auch, wie externe Übernehmer das Unternehmen aktiv weiterentwickeln und wertstiftend verändern – etwa durch strategische Neuausrichtung, Organisationsentwicklung oder den Aufbau neuer Fähigkeiten im Unternehmen.

Die Arbeit umfasst eine theoretische Einbettung in die relevante Literatur zu Unternehmensnachfolge, Kompetenzforschung und Entrepreneurship sowie einen empirischen Teil. Qualitative Leitfadeninterviews werden mit Beteiligten beider Seiten geführt – Übernehmern sowie Mitarbeitern, die eine solche Nachfolge erlebt haben. Die Auswertung erfolgt anhand inhaltsanalytischer Methoden mit dem Ziel, handlungsleitende Muster und Kompetenzprofile zu identifizieren.

In recent years, firms have faced growing pressure to improve their environmental, social, and governance performance. While much research has examined the role of boards, ownership structures, and external stakeholders in shaping ESG outcomes, increasing attention has also been given to the strategic influence of top management team members. As central actors in corporate decision-making, executives such as CEOs, CFOs, Chief Sustainability Officers, Chief Human Resource Officers, and other functional leaders may affect how firms interpret ESG pressures, allocate resources, set strategic priorities, and implement sustainability-related initiatives.

This thesis aims to provide a comprehensive literature review on how members of the top management team influence corporate ESG outcomes. Building on Upper Echelons Theory, Agency Theory, Stakeholder Theory, and Resource Allocation Theory, the thesis examines how executive characteristics, incentives, functional backgrounds, and power positions shape firms’ engagement with ESG issues. Particular attention is given to the question of whether different TMT roles influence ESG outcomes in distinct ways. For example, CEOs may shape ESG through strategic orientation and symbolic leadership, CFOs through financial control and capital allocation, CSOs through sustainability expertise and issue advocacy, and HR or operations executives through workforce, supply chain, and implementation-related decisions.

The thesis focuses on three main areas. First, it reviews theoretical perspectives explaining why and how TMT members matter for ESG outcomes. Second, it synthesizes empirical evidence on the relationship between executive-level factors and ESG-related outcomes, including environmental performance, CSR engagement, ESG disclosure, social responsibility, and governance practices. Third, it identifies differences between individual executive roles and broader TMT-level characteristics, such as diversity, functional heterogeneity, tenure, incentives, and power distribution.

The thesis concludes by identifying key gaps in the existing literature. These may include the limited understanding of non-CEO executives, the relative lack of role-specific ESG research, the need to distinguish between symbolic ESG disclosure and substantive ESG performance, and the question of how interactions among TMT members shape sustainability-related decisions. This topic is particularly suitable for students interested in corporate governance, strategic leadership, sustainability management, and the role of executives in shaping responsible business conduct.

Unternehmen werden kontinuierlich mit Marktinformationen und Signalen konfrontiert. Dazu zählen beispielsweise technologische Veränderungen, Wettbewerbsaktionen, oder Managementwechsel. Solche Signale können Chancen und Risiken aufzeigen und erfordern organisatorische Anpassungsreaktionen. Dabei reagieren etablierte Unternehmen (Incumbents) und junge Unternehmen (Ventures) häufig unterschiedlich auf dieselben Marktinformationen.

Ziel der Arbeit ist es, die bestehende Forschung zu den unterschiedlichen Reaktionsmustern von Ventures und Incumbents auf Marktsignale systematisch zu analysieren. Dabei sollen insbesondere Unterschiede in der Wahrnehmung, Interpretation und Nutzung von Marktinformationen untersucht werden. Im Fokus stehen theoretische Perspektiven wie Organizational Learning, Dynamic Capabilities, Competitive Dynamics, Entrepreneurial Opportunity Recognition sowie die Attention-Based View.

Die Arbeit wird als systematische Literaturanalyse durchgeführt. Ziel ist die Entwicklung eines theoretischen Bezugsrahmens, der erklärt, warum Ventures und Incumbents auf identische Marktinformationen unterschiedlich reagieren und welche Konsequenzen dies für Innovation, strategische Anpassung und Wettbewerbsverhalten hat.

Die Wettbewerbsforschung untersucht überwiegend, wie etablierte Unternehmen auf junge Herausforderer reagieren. In der Praxis verläuft die Dynamik jedoch häufig umgekehrt: Etablierte Anbieter setzen mit neuen Produkten und Innovationsoffensiven ressourcenarme Startups unter Druck und erzwingen Reaktionen. Gerade Produkt- und Innovationsentscheidungen großer Anbieter verändern die Spielregeln eines Marktes und damit den Handlungsspielraum junger Unternehmen erheblich: ein für Gründer, Investoren und Innovationsmanagement gleichermaßen relevantes, aber bislang wenig systematisiertes Phänomen.

Ziel der Arbeit ist es, herauszuarbeiten, wie sich Produkt- und Innovationsentscheidungen etablierter Unternehmen auf das strategische Verhalten junger Unternehmen auswirken. Aufbauend auf der Competitive-Dynamics- und Awareness–Motivation–Capability-Perspektive (Chen 1996; Chen & Miller 2012) sollen Arten von Incumbent-Aktionen systematisiert und mögliche Venture-Reaktionen (z. B. Pivot, Exit, Innovation) geordnet werden.

Die Arbeit kann als systematische Literaturanalyse erfolgen. Ergänzend oder alternativ bietet sich (insbesondere auf Masterniveau) ein empirischer Teil an, etwa eine Auswertung von Produkt-/Patentdaten oder qualitative Interviews mit Gründern.

Investitionsentscheidungen werden häufig maßgeblich durch den Eindruck geprägt, den ein Gründerteam beim Pitch hinterlässt. Innerhalb von Teams zeigen sich dabei oft Dominanzunterschiede – etwa in Sprechanteilen, Redezeit, Unterbrechungen oder nonverbalem Auftreten –, die von außenstehenden Investoren bewusst oder unbewusst wahrgenommen werden und die Beurteilung des Teams (Kompetenz, Zusammenhalt, Führungsfähigkeit) beeinflussen können. 

Ziel der Arbeit ist es, Dominanzverhalten innerhalb von Gründerteams während Pitch-Präsentationen zu untersuchen und herauszuarbeiten, wie sich dieses Verhalten auf die Wahrnehmung durch Investoren (z. B. hinsichtlich Kompetenz, Vertrauenswürdigkeit oder Investitionsbereitschaft) auswirkt.

Bearbeitungsmöglichkeiten:

Literaturarbeit: systematische Aufarbeitung des Forschungsstands zu Dominanz, Statusverhalten und Teamdynamiken in Pitch-/Präsentationskontexten

Empirische Arbeit: Video- oder Transkriptanalyse realer/simulierter Pitches, Befragung von Investoren zu wahrgenommenen Dominanzsignalen.

In Pitches und Business-/Investitionsunterlagen spielen numerische Informationen (z. B. Umsatzprognosen, Kennzahlen, Marktgrößen, Bewertungsmultiplikatoren) eine zentrale Rolle für die Beurteilung von Gründungsvorhaben. Wie solche Zahlen präsentiert werden – etwa Präzisionsgrad, Framing, Visualisierung oder der Kontrast zu Vergleichswerten – kann die Wahrnehmung von Glaubwürdigkeit, Kompetenz und Risiko durch Investoren erheblich beeinflussen, unabhängig vom tatsächlichen Informationsgehalt. 

Ziel der Arbeit ist es zu untersuchen, wie Investoren numerische Informationen in Gründungskontexten (z. B. in Pitches oder Businessplänen) wahrnehmen und verarbeiten und welchen Einfluss Darstellungsform bzw. Framing dieser Informationen auf ihre Urteile und Investitionsentscheidungen haben.

Vertrauen und wahrgenommene Kompetenz zählen zu den zentralen Faktoren, die Investitionsentscheidungen, Kundenbeziehungen und die Zusammenarbeit mit Partnern beeinflussen. Gründer senden dabei bewusst und unbewusst verbale und nonverbale Signale (z. B. Sprache, Auftreten, Expertise-Darstellung), die als Vertrauens- bzw. Kompetenzmarker interpretiert werden. Ein besseres Verständnis dieser Marker ist sowohl für die Signaling-Forschung als auch für die praktische Gründungsberatung relevant.

Ziel der Arbeit ist es, verbale und/oder nonverbale Vertrauens- und Kompetenzmarker von Gründern zu identifizieren und zu analysieren, wie diese die externe Wahrnehmung (z. B. durch Investoren und Kunden) beeinflussen.

Literaturarbeit: Aufarbeitung des Forschungsstands zu Signaling-Theorie, Vertrauens- und Kompetenzwahrnehmung im Gründungskontext

Empirische Arbeit: Analyse von Pitch-Decks/Videos, Experiment oder Befragung zur Wirkung bestimmter Marker.


Richtlinien für Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten

Die Richtlinien zur Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten, welche bei der Anfertigung von Projekt- und Abschlussarbeiten an unserem Lehrstuhl einzuhalten sind, finden Sie hier.

Weitere grundsätzliche Informationen und hilfreiche Tipps zum Schreiben einer Projekt- oder Abschlussarbeit in den Wirtschaftswissenschaften finden Sie in den Broschüren vom ZBW.

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