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Studie zum Fachkräftemangel

Hebel gegen den Fachkräftemangel: Wie Unternehmen angehende Fach- und Führungskräfte überzeugen.

Eine neue Studie bestätigt, dass der Fach- und Führungskräftemangel eine der größten Herausforderungen für Unternehmen ist. Hindernisse in der Zusammenführung von Industrie-Unternehmen und potenziellen Fach- und Führungskräften gibt es vor allem in zwei Bereichen: In der Kontaktaufnahme und in der Firmenkultur.

Eine neue Studie, initiiert von Zukunft durch Industrie und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, untersucht die Relevanz des Fachkräftemangels an Rhein und Ruhr und beleuchtet, was Unternehmen für Studierende und Young Professionals attraktiv macht.

40 Unternehmen wurden gefragt, wie stark sie im Vergleich zu anderen Herausforderungen der Fachkräftemangel betrifft. Zudem wurden 130 Studierende mit der Fachrichtung Management und 40 Young Professionals befragt, wie sie Industrie-Unternehmen in der Rolle des Arbeitgebers einschätzen. Die Studie bietet somit umfassende Einblicke, wie angehende Fach- und Führungskräfte die Industrie bewerten und erlaubt Rückschlüsse darauf, wie Unternehmen diese am besten ansprechen.

Auf Seiten der Unternehmen wurde bestätigt, dass der Fachkräftemangel eine der größten Herausforderungen ist. Während große und kleine Unternehmen in Produktion sowie  Forschung und Entwicklung gleichermaßen vom Fachkräftemangel betroffen sind, sind es vor allem kleine Unternehmen, die Fachkräfte in der Verwaltung suchen. Um dem Fachkräftemangel etwas entgegen zu setzen, investieren die meisten Unternehmen in neue Technologien, wobei sich die Strategien generell zwischen Dienstleistungs- und produzierenden Gewerben unterscheiden.

Angehende Fach- und Führungskräfte sehen Industrieunternehmen, verglichen mit anderen Arbeitgebern, vorteilhaft in Bezug auf Gehalt, Arbeitszeiten und Karriereaussichten. Die Firmenkultur wird jedoch als weniger attraktiv eingeschätzt als zum Beispiel bei Start-ups, Dienstleistern oder Verbänden. Für eine Zukunft durch Industrie braucht es mehr Akzeptanz und Begeisterung. „Industrieunternehmen können als Problemlöser auftreten, wenn sie ihre Arbeitgebervorteile betonen und auf die Bedürfnisse von Studierenden und Young Professionals eingehen“, so eine der Handlungsempfehlungen der Studie.

Hindernisse in der Zusammenführung von Unternehmen und potenziellen Fach- und Führungskräften sieht die Studie vor allem in zwei Bereichen: Der Kontaktaufnahme und der wahrgenommenen Attraktivität der Firmenkultur.

Studierende informieren sich zu 81 Prozent digital über Unternehmenswebsites, es folgen Empfehlungen aus dem Freundeskreis und als nächstes werden mit 65 Prozent soziale Medien und mit 58 Prozent Bewertungsportale als Informationsquellen genannt. Genau diese digitalen Orte zu nutzen, darin liegt noch ungenutztes Potential auf Seiten der Unternehmen, schlussfolgern die Autoren der Studie.

Um Industrieunternehmen positiver in Bezug auf die Unternehmenskultur wahrzunehmen, liegen Lösungen im Bereich von Kultur, Arbeitszeit, Work-Life-Balance und Weiterbildungsmöglichkeiten. Dass Industrie den Wandel treibt und durch innovative Produkte und klimafreundliche Produktion Zukunft entstehen lässt, sind Attribute, die auch für potenzielle Fach- und Führungskräften interessant sind, aber nicht immer ankommen.

Die zusammenfassenden Handlungsempfehlungen an die Industrieunternehmen sind eindeutig: Eine digitalere Unternehmenskommunikation, die auf verschiedenen Kanälen die Attraktivität und Vorteile für Arbeitnehmer erklärt und veranschaulicht.  Die Autoren der Studie empfehlen Unternehmen, früh mit Studierenden und Young Professionals in Kontakt zu treten und ihnen ein realistisches Bild des Arbeitsalltags und der Firmenkultur zu vermitteln.

Die Studie empfiehlt zudem, dass die Bildungspolitik verbessert werden soll, um die Industrie zu unterstützen und deren Akzeptanz in der Bevölkerung zu fördern. Interessenverbände sollten sich aktiv vernetzen, unterschiedliche Unternehmenstypen unterstützen und Kräfte bündeln.

 

Die ganze Studie finden Sier HIER


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